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Weit weniger Arbeitskräfte als erhofft suchten den Weg nach Deutschland.

Vor diesem Hintergrund trat die portugiesische Regierung im Juli 1963 mit der Bitte um ein Anwerbeabkommen an die Bundesrepublik heran. Die deutsche Seite versprach sich von einem weiteren Anwerbeabkommen Erfolge bei der Gewinnung von weiblichen Arbeitskräften und männlichen Facharbeitern, angesichts von rund 50.000 nicht zu besetzenden Stellengeboten im Bundesgebiet [3]. Das am 17. März 1964 geschlossene Anwerbeabkommen über die Vermittlung portugiesischer Arbeitskräfte nach Deutschland stellte letzten Endes beide Seiten nur bedingt zufrieden. Über die neu eingerichtete Verbindungsstelle in Lissabon kamen in den kommenden Jahren weit weniger Arbeitskräfte als erhofft, während der Strom illegaler Abwanderer von Portugal nach Westeuropa nie Abriss und wegen der restriktiven Ausreisebedingungen eher noch anschwoll [4].