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Ansicht des kleinen Cafés von Armando Rodrigues

Armando Rodrigues kaufte sich mit seinem in Deutschland verdienten Geld ein kleines Café in seiner Heimatstadt. Quelle: Privat

Während eines Heimaturlaubs im Jahr 1970 ließ er seine Magenschmerzen untersuchen. Er glaubte, sie stammen von einem Arbeitsunfall. Der portugiesische Arzt mahnte zur Vorsicht: »Wenn Du zurück nach Deutschland gehst, wirst Du Deine Knochen dort lassen«. Der millionste »Gastarbeiter« kündigte darauf seine Anstellung in der Bundesrepublik und blieb in seiner Heimat. Später stellte sich heraus, dass die Schmerzen von einem Magentumor stammen. Wäre er in Deutschland geblieben, hätte die Krankenkasse die Arztkosten bezahlt. So zehrten die Kosten für die medizinische Behandlung seine Ersparnisse auf. Am Ende war der voranschreitende Krebs nicht mehr zu stoppen. Am 5. Juli 1979 starb Armando Rodrigues de Sá, 15 Jahre nach seiner bejubelten Ankunft in Köln.

Was von ihm bleibt, ist das Foto des millionsten Gastarbeiters, das als Sinnbild für die deutsche Einwanderungsgeschichte seinen Platz in unserer Erinnerungskultur gefunden hat.