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Immigration und Remigration

Griechische Ein- und Rückwanderung. Das Schaubild gibt die Zahlen des Statistischen Bundesamtes und der des Nationalen Griechischen Statistikamtes wieder. © Glytsos und Katseli (2000)

Obwohl sich in den 1970er Jahren die griechische Wirtschaft erholte, war die Motivation, in die Heimat zurückzukehren, selten ökonomischer Natur. Eine größere Rolle spielte vielmehr das Heimweh oder der Wunsch, die Kinder in Griechenland zur Schule gehen zu lassen. Dennoch bereuten viele der Rückkehrer ihren Entschluss. Mehr als 50% waren nicht zufrieden, nach Griechenland zurückgekehrt zu sein und wanderten oft wieder aus, sobald ihre Ersparnisse aufgebraucht waren. Kinder, die ihren Schulweg in Deutschland begonnen haben, hatten nicht zuletzt wegen der unterschiedlichen deutschen Schrift zu dem griechischen Alphabet Schwierigkeiten, in griechischen Schulen Anschluss zu finden.

Die Kompetenz der in Deutschland lebenden griechischen Facharbeiter war bei Arbeitgebern ihres Heimatlandes besonders begehrt, doch verliefen die Anwerbebemühungen meist erfolglos. Die Fachkräfte waren wenig motiviert, Deutschland den Rücken zu kehren [9]. Nachdem Griechenland ein Teil der Europäischen Gemeinschaft wurde, nutzten viele Griechen seit 1988 die Freizügigkeit, um regelmäßig zwischen Griechenland und Deutschland zu pendeln [10].