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Gleise in Griechenland

Für viele bot das deutsch-griechische Anwerbeabkommen einen Weg
aus der Armut. © Privat

Von der Unterzeichnung des Anwerbeabkommens profitierten sowohl Griechenland als auch Deutschland. Die griechische Regierung erhoffte sich von den Emigranten den unbedingt benötigten Zufluss von Devisen, um den Staatsbankrott abzuwenden, aber auch, um die wirtschaftliche Situation und hohe Arbeitslosigkeit in den nördlichen Provinzen zu entlasten. Dort befanden sich die Armenhäuser Griechenlands. Als in den 1950er Jahren die Tabakindustrie in die Krise geraten war, verloren hunderttausende ihren Arbeitsplatz.

Alter Herr vor dem Haus

© Peter Mielert

Ganze Landstriche waren von der Tabakindustrie abhängig, und das Agrarland Griechenland konnte die Masse der Arbeitslosen nicht bewältigen. Im Norden Griechenlands gibt es heute kaum eine Familie, in der nicht mindestens ein Mitglied ausgewandert ist. Von 10 Millionen Griechen hat zumindest auf Zeit jeder Dritte das Land verlassen [3].