© MIFKJF

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Der Grund, der mich dazu brachte nach Deutschland zu gehen, ist derselbe wie bei vielen anderen Emigranten und zwar: eine unsichere und schlecht bezahlte Arbeit ohne Zukunftsperspektiven. Zu Hause waren noch fünf jüngere Schwestern und Brüder und es fehlte an Geld, sie zur Schule zu schicken und einen Beruf erlernen zu lassen.

Mario d’Andrea

Ein Nachbarsjunge (…) wollte Geld für ein Haus sparen, ›Mutter‹, hat er gesagt, ›in Deutschland ist viel Geld, man muss es nur wollen (…)‹. Wir waren aber auch verrückt, (…) Geld für ein Haus in drei Monaten? Wo kann man das schon verdienen? Aber das waren die Hoffnungen (…). Alle kamen mit Hoffnungen.

A.K., 57-jähriger Grieche

Unsere Wirtschaft wäre in den letzten Jahren in ernstliche Schwierigkeiten geraten, wenn nicht die Ausländer in die Bresche gesprungen wären.

Landesarbeitsamt Baden-Württemberg, 1963
Drei Gastarbeiter beim Straßenbau

Strassenbauarbeiter in den 1960er-Jahren. © HDG BW

Drei Packerinnen am Arbeitsplatz

Packerinnen in der Bekleidungsindustrie in den 1960er-Jahren.

Da der Bedarf an Arbeitskräften kontinuierlich stieg, schloss die Bundesrepublik auch mit anderen Staaten bilaterale Regierungsvereinbarungen ab. Dem Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und Italien vom 20. Dezember 1955 folgten Vereinbarungen mit Spanien und Griechenland (1960), der Türkei (1961), Portugal (1964), Tunesien und Marokko (1965) sowie Jugoslawien (1968).

(Das) Lebensalter der ausländischen Arbeitnehmer wirkt sich z.Zt. vor allem für die deutsche Rentenversicherung sehr günstig aus, weil sie weit höhere Beiträge von den ausländischen Arbeitnehmern einnimmt, als sie gegenwärtig an Rentenleistungen für diesen Personenkreis aufzubringen hat.

Kattenstroth, Staatssekretär im Arbeitsministerium, März 1966