Sozialdrama
Deutschland 2002, Christian Wagner, 88 Minuten, (Empfohlen ab 12 Jahre )
Sprachen
Deutsch (OT), Französisch, Version für Hörgeschädigte oder Taube
Untertitel
Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch, Griechisch, Ungarisch, Italienisch, Türkisch
Regie
Christian Wagner
Buch
Dr. Gabriela Sperl
Musik
Fabian Römer
Kamera
Jürgen Jürges
Produzent
Bernd Burgemeister
Darsteller
Ioannis Tsialas, Urjeton Osmani, Barbara Rudnik, Günther Maria Halmer, Renate Becker, Nezâ Selbuz, Mehdi Moinzadeh u.a.

ghettokids

Inhalt
»ghettokids« erzählt die Geschichte der Brüder Maikis (Toni Osmani) und Christos (Ioannis Tsialas), die zusammen mit ihrem älteren Bruder und ihrer Mutter in einer Einzimmerwohnung im Münchner Stadtteil Hasenbergl wohnen. Sie sind vor Jahren aus Griechenland in der Hoffnung nach Deutschland gezogen, dass hier alles besser wird.
Christos lebt mit seinem älteren Bruder Maikis, der sein großes Vorbild ist, im Münchener Viertel Hasenbergl, einem Stadtteil mit hohem Ausländeranteil. Sein eigentliches Zuhause ist der Hauptbahnhof. Als Strichjunge und Gelegenheitsdieb hält er sich über Wasser. Erst durch den Einfluss der neuen Lehrerin Hanna (Barbara Rudnik), die nach etlichen Anlaufschwierigkeiten einsieht, wie wichtig ihre Arbeit gerade an dieser Schule ist, beginnen Christos und Maikis, Vertrauen zu ihr zu entwickeln. Doch der Weg aus dem Ghetto scheint plötzlich versperrt, als Maikis in eine Cliquenfehde und dadurch ins Gefängnis gerät. Hanna setzt sich für ihn ein, so dass er entlassen wird. Doch das Happy End ist nur scheinbar.
Die authentische Geschichte beruht auf Erfahrungen der Lehrerin Susanne Korbmacher-Schulz, die mit ihren von sozialem Engagement getragenen Projekten »ghettokids« und »Lichttaler« Aufsehen erregte.
© Wagner Film
Alle jugendlichen Laiendarsteller stammen aus dem Problemviertel Hasenbergl und verleihen dem Film zusätzliche Glaubwürdigkeit und Authentizität. Der Film macht deutlich, wie sehr das soziale Umfeld auf die Verhaltensweisen der Jugendlichen abfärbt, welche Ängste und Befürchtungen sie haben und wie sehr sie auf die Unterstützung der Erwachsenen angewiesen sind. Ohne ein Happy End zu bieten, vermittelt er die positive Botschaft, dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient, sei es nun ein krimineller Jugendlicher oder eine überforderte Lehrerin.
Auszeichnungen
Goldener Gong 2002, Grimme-Preis Nominierung 2003, Karl-Buchrucker-Preis 2003, Giffoni Filmfestival 2003 Premio Associazione Nazionale Esercenti Cinema, FICI 2006 Madrid (Festival Internacional de Cine para la Infancia y la Juventud), Premio del jurado Internacional/Preis der Internationalen Jury & Premio del Jurado Juvenil/Preis der jugendlichen Jury.
DVD-Extras
Unterrichtsmaterial für Schulen, Dokumentarfilm »Hasenbergl« (86') uvm.
Bezug u.a. über www.filmgalerie451.de




