Spielfilm
Deutschland 2008-2010, 114 Min.
Regie
Feo Aladag
Drehbuch
Feo Aladag
Kamera
Judith Kaufmann
Musik
Max Richter; Stéphane Moucha
Darsteller
Sibel Kekilli, Derya Alabora, Blanca Apilanez Fernandez, Tamer Yigit u.a.

Die Fremde

Inhalt
»Hör auf zu träumen!«, sagt die Mutter (Derya Alabora) zu ihrer 25-jährigen Tochter Umay (Sibel Kekilli), als diese mit ihrem kleinen Sohn Cem vor der Berliner Wohnungstür ihrer Eltern steht. Umay ist aus einem unglücklichen Eheleben in Istanbul ausgebrochen und will zurück in Berlin ein selbstbestimmtes Leben führen.
Sie weiß, dass sie ihren Eltern und Geschwistern damit viel zumutet, hofft aber, dass die liebevolle Verbundenheit stärker ist als alle gesellschaftlichen Zwänge. Doch schon bald erkennt sie, dass ihre Familie die traditionellen Konventionen nicht einfach über Bord werfen kann und an der Herausforderung zu zerbrechen droht. Als die Familie beschließt, Cem zu seinem Vater in die Türkei zurückzuschicken, um den Ruf der Familie wieder herzustellen, flieht Umay erneut und bricht alle Brücken hinter sich ab.
Umay verliebt sich in Stipe (Florian Lukas) und baut für Cem und sich ein neues Leben auf. Als sie versucht, sich wieder mit ihrer Familie zu versöhnen, erkennt sie nicht, dass es bereits zu spät dafür ist…
© majestic
»Viele Bürger Deutschlands mit türkischen Wurzeln hadern zu Recht mit ihrer Identität. Sie fühlen sich hier als Türken, die nicht gewollt sind, und in der Türkei als Deutsche. Ehrverbrechen sind auch in diesem Teil unserer Gesellschaft die Ausnahme, die schlimmstmögliche Katastrophe. Meines Erachtens ist eine der Ursachen für die Rückbesinnung auf traditionelle Werte, gerade in der jüngeren Generation, die gesellschaftliche Ablehnung durch die Mehrheitsgesellschaft. ›Die Fremde‹ ist somit kein repräsentatives Porträt einer gesellschaftlichen Gruppe und auch keine Lebensanleitung. Der Film soll eine Möglichkeit spürbar machen. Darin liegt die eigentliche Hoffnung dieser Geschichte.« Feo Aladag, © 60. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)
Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat »Besonders wertvoll«. Zwei Deutsche Filmpreise (Bester Film (bronze) und Beste Hauptdarstellerin), Gewinner des Robert de Niros’ Tribeca Filmfestivals (Bester Film und Beste Hauptdarstellerin), Auszeichnung für die Beste Hauptdarstellerin beim 15. Filmfestival Türkei/Deutschland, Gewinner des Bernhard Wicki-Preises »Die Brücke« (Beste Darstellerin).

Umay (Sibel Kekilli) und Stipe (Florian Lukas) mögen sich auf den ersten Blick (Fotograf: Christian Hüning).

Als Zeichen ihrer Achtung verbeugt sich Umay (Sibell KekilliI) vor ihrem Vater (Settar Tanriögen).

Umays Vater (Settar Tanriögen) und Ehemann (Ufuk Bayraktar) wollen Umay (Sibel Kekilli) ihren Sohn (Nizam SChiller) wegnehmen.

Rana (Almila Bagriacik) ist geschockt, als Umay (Sibel Kekilli) auf ihrer Hochzeit auftaucht (Fotograf: Christian Hüning).

