Inhalt
Die 60-jährige Deutsche, Emmi, lernt den 29 Jahre jüngeren marokkanischen Gastarbeiter Salem in einem Lokal kennen. Die Einsamkeit führt sie zusammen. Emmi ist Witwe, Salem leidet unter der Isolation der Ausländer. Gegen die Widerstände ihrer Umwelt beschließen beide zu heiraten, doch der soziale Druck wird immer größer: Emmi wird von den Nachbarn geschnitten, von den Kolleginnen als Hure beschimpft, von ihrer Familie verstoßen, erhält vom Kolonialwarenhändler Ladenverbot. Und auch Salem erntet Unverständnis für die Heirat mit einer älteren Frau. Als sie aus einem gemeinsamen Urlaub zurückkommen, scheint sich die Umwelt mit den beiden arrangiert zu haben: die Nachbarn sind froh über einen »starken Mann im Haus«, die Kolleginnen der Putzkolonne nehmen Emmi wieder in ihren Kreis auf, und selbst Emmis Sohn entschuldigt sich. Jetzt da der äußere soziale Druck auf Emmi und Salem schwindet und beide wieder in ihre angestammten Kreise zurückkehren, bröckelt jedoch die innere Solidarität zwischen beiden. Die Konflikte zwischen alt und jung, zwischen Inländer und Ausländer sind in die Beziehung der beiden vollends hineingekrochen. Das Gelingen eines letzten Versöhnungsversuchs in der Kneipe, da wo alles begann, wird offen gelassen.
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